Säure, Basen, pH-Wert und das Säure-Basen Gleichgewicht!

Bei dem Begriff „Sauer“ denkt man schnell an den Geschmack im Mund, bei dem sich die Gesichtszüge zusammenziehen. Eine Säure ist ein chemischer Begriff, der etwas über die Eigenschaft eines Stoffs aussagt. “Säuren” spalten Wasserstoffionen (H+) im Wasser ab. Das Gegenteil einer “Säure” nennen wir eine “Base” (und nicht süß!). Eine Base ist ein Stoff, der im Wasser Hydroxide-ionen (OH-) teilt.

Der “pH-Wert” ist ein Maß für die Konzentration Wasserstoffionen in Lösungen und gibt an, wie sauer oder basisch etwas ist. Der Säuregrad, oder der pH-Wert kann zwischen 0 und 14 liegen.

Alle pH-Werte von Flüssigkeiten von 0 bis 7 nennen wir sauer (je niedriger der Wert, desto sauer). Alle pH-Werte von 7 bis 14 nennen wir basisch (je höher der Wert, desto mehr basisch). Ein pH-Wert von 7 ist neutral, also nicht sauer und nicht basisch.

 
Saure Stoffe sind u.a.:


Harnsäure, Essigsäure, Milchsäure, Fettsäure, Cholesterin, Kohlensäure, Phosphorsäure

Basische Stoffe sind u.a.:

Natriumbikarbonat, Natriumhydroxid, Kaliumbikarbonat, Kaliumhydroxid, Kaliumkarbonat, Kalziumkarbonat, Magnesiumkarbonat

Basische Stoffe neutraliseren saure Stoffe

Ein saurer Stoff wird neutralisiert, wenn er in Berührung mit einem basischen Stoff kommt. Zum Beispiel wird “Harnsäure” durch “Natriumbikarbonat’ neutralisiert, indem er in Kohlstoffdioxide, Wasser und neutrale Salze umgesetzt wird.

Das Säure-Base Gleichgewicht ist wesentlich für unseren Körper


Ein guter Säuregrad, oder eine Säure-Balance eines Körpers der im Gleichgewicht ist, ist einer der wichtigsten Faktoren für eine gute Gesundheit. Während des Stoffwechsels werden andauernd saure Endprodukte geformt. Kleine Schwankungen im pH-Wert vom Blut und den Zellen können drastische Veränderungen im Stoffwechsel in den Zellen zur Folge haben und so Störungen verursachen.

Grenzen von pH-Werten:
- Blut 7,35 - 7,45 (Ideal 7,41)
- Speichel 6,00 - 7,50
- Magen 1,35 - 4,20
- Urin 5,50 - 8,40
- Dünndarm 6,50 - 7,50
- Dickdarm 5,60 - 6,90

All unsere Zellen baden in extrazellulärer Flüssigkeit, die genauso leicht basisch ist (pH 7,35-7,45) wie Blut. Der Bereich des pH-Werts des Bluts und der extrazellulären Flüssigkeit, mit dem wir Leben können, liegt zwischen 6,8 und 7,8. Zu niedrige pH-Werte (sauer) führen schneller zu lebensbedrohenden Situationen, als die zu hohen Werte (Basisch). So entdeckte Dr. Berthold Kern, dass ein niedriger pH-Wert (sauer) zur Verdickung des Bluts führt. Wenn Blut von der Zusammenstellung her dicker ist, muss das Herz schneller pumpen, um es zu den Organen führen zu können.

Basisches Wasser

Basisches Wasser ist Wasser (H2O), mit einem pH-Wert, der höher als 7 ist. Das bedeutet, dass die Menge Hydroxide-Ionen (OH-) in Wasser höher ist, als die Menge Wasserstoffionen (H+). Sie können Ihr Trinkwasser sicher basisch machen, indem Sie ein paar Tropfen basisches Konzentrat von Natriumhydroxide (NaOH) oder Kaliumhydroxide (KOH) zum Wasser hinzufügen. Natriumhydroxide (NaOH) spaltet dann in Natriumionen (Na+) und Hydroxide-Ionen (OH-), wodurch die Menge OH- im Wasser, also der pH-Wert höher wird.
 
Das Trinken von basischem Wasser stimuliert den Körper zur Produktion des basischen Stoffs Natriumbikarbonat Natriumbikarbonat ist der “basische Puffer” unseres Köpers, der saure Abfallstoffe neutralisiert. Säurereste im Körper werden also gepuffert, oder neutralisiert durch die Base Natriumbikarbonat. Das ist Entsäuern!

 

Übersäuerung ist Veralterung!

Der berühmte französische Arzt und Biologe Alexis Carell erhielt das Herz eines Huhns 28 Jahre am Leben. Er ließ ein Ei ausbrüten und entnahm Gewebeproben von dem sich entwickelndem Herz des Kükens. Er bewahrte das Herzgewebe in einem flüssigen Nährboden auf, der Minerale enthielt, die in der gleichen Zusammenstellung waren wie das Blut. Er wechselte den flüssigen Nährboden jeden Tag und hielt so das Herzgewebe 28 Jahre(!) lebend. Als er mit dem Auffrischen des flüssigen Nährbodens stoppte, starben die Herzzellen. Das Geheimnis des 28 Jahre überlebenden Küken-Herzens liegt also darin, dass die extrazelluläre Flüssigkeit (die Flüssigkeit, in der die Zellen gelegen haben) auf konstanter Qualität (Säuregrad) gehalten wurde.